Disclaimer: I am publishing the following article on behalf of a friend who recently wrote it. I found the piece engaging and worth preserving, which is why I decided to share it here. The article reflects the author’s personal views and style; all opinions, interpretations, and conclusions expressed are solely those of the original author and do not represent my own.
Ein in der Antike verbreitetes Navigationshilfmittel war neben der Sonne und den restlichen Sternen auch die gemeine Eidechse. Ein leicht zu übersehendes, aber nützliches Reptil. Auch vor Gericht fanden Sie weiträumig Verwendung, wenn jemand einen Eid ablegen musste. Wenn man log, kackte die Eidechse einem sofort auf die Hand. Das war damals genügend Abschreckung, denn Kleenex war noch nicht erfunden.
Auch als Politbarometer fanden Eidechsen schon Verwendung, denn häufig kommt die Süd- und Osteidechse eher von rechts. Also rechts vor links, wegen der STVO, insbesondere auch in Italien, seit Meloni und in Deutschland wegen der AFD.
Kommt eine Eidechse dann von links geht man offensichtlich in die entgegengesetzte Richtung, ist aber selten, dann muss die Eidechse ja warten, also zumindest die Deutsche. Die Viecher warten aber nicht gerne. Die haben viel zu tun und haben’s eilig, könnte man denken, aber weit gefehlt. Sie sind arbeitslos. Warum? Nun das ist ‘ne lange Geschichte. Also wo fangen wir an? Mit Navigation eben.
Navigation mittels Eidechsen ist heute nicht mehr sehr populär, seitdem es Kompasse und GPS gibt. Bis vor 65 Millionen Jahren war das allerdings anders, denn die Eidechsen waren grösser, sehr viel grösser. Nicht zu übersehen, gab es da nur eine Richtung:
Weg von der Eidechse!
Der Versuch der Integration dieser monströsen Tiere in tragbare Navigationsinstrumente ging natürlich wegen des unvorteilhaften Formfaktors drastisch schief. Also musste ein Meteor her, damit die Viecher endlich kleiner werden. Das führte dann schliesslich zu McDonalds, Microschrott, Trump, Musk und einer Menge brauner Scheisse. Einer von denen musste derart oft gelogen haben, dass alle Eidechsen der Welt spontan kacken mussten. Aus olfaktorischen Gründen wurden sie von der Jurisdiktion dann ausgeschlossen. Das war ein schwerer Schlag für die Eidechseninnung und natürlich auch ein grosser Einkommensverlust. Ihre Häuser auf Sylt mussten sie schliesslich aufgeben und in den billigeren Süden und Osten ziehen. Seitdem wohnen da nur noch neureiche Skandal-Pupköppe.
Die ersten Versuche die nun kleineren Eidechsen in antiken Smartphones einzubauen, schlugen jedoch drastisch fehl. Einerseits sind Eidechsen nicht SMD tauglich und andererseits haben sie mit dem Reflowlöten ein Akzeptanzproblem. Zudem sind die Viecher völlig unkooperativ und rennen immer weg, damit ist die Ausbeute sehr niedrig. Also nicht gerade interessant für börsennotierte Unternehmen.
Der Vorteil der Verwendung von Eidechsen wäre allerdings die Lebensdauer, die wesentlich länger ist als heute produzierte Mobiltelefone. Man sollte vielleicht doch nochmal darüber nachdenken.
Dennoch, Eidechsen haben einen nicht mehr wegzudenkenden Nischenplatz in unserer Gesellschaft eingenommen, insbesondere als Navigationshilfen auf dem Weg zum Klo in Italien, genauer Alzate, noch genauer in der Nähe des Hangars. Eidechse von rechts, man geht zum Klo, andersherum weg vom Klo. Das kann im Druckstress durchaus hilfreich sein.
Nur was tun, wenn gerade keine Eidechse zugegen ist? In Deutschland würde man sogleich ein Eidechsenpräsenzgesetz verabschieden und in der EU ein Gremium gründen, was sich mit der Regulierung der Eidechsendichte befasst. Und die Schweiz würde das Gesetz als Erste kritiklos übernehmen. In der Zwischenzeit hätten sich alle in Italien in der Nähe von Hangars in die Hose geschissen.
Man sieht also gewisse Navigationsprobleme können mittels Eidechseneinsatz vereinfacht werden. Nein, ich bin kein Lobbyist der Eidechsenvereinigung, aber ich denke, man sollte in weltwirtschaftlich schwierigen Zeiten auch mal lateral nach Lösungen suchen.
Aus diesem Grund hat man sich Anfang des 20. Jahrhunderts redlich bemüht, die Eidechse in unsere technologisch getriebene Gesellschaft zu integrieren. Das zeigte insbesondere der Versuch, sie als wesentliche Komponente eines innovativen Kompassystems einzubinden. Die Entlöhnung war überdurchschnittlich, auch für die Unterkunft und Krankenversicherung wurde gesorgt. Das ganze scheiterte leider am mangelnden Magnetisierungswillen seitens dieser Tiere. Damit waren sie endgültig aus dem Geschäft, keiner wollte mehr mit Eidechsen arbeiten. Die dann folgende Arbeits- und Perspektivlosigkeit legte später die Grundlage für die NSDAP. Der Rest ist bekannt.
Es gestaltete sich schliesslich einfacher Satelliten in die Erdumlaufbahn zu schiessen und ein bisschen Relativitätstheorie zu treiben, ohne Eidechsen. Denn Letztere erreichen sehr selten relativistisch relevante Geschwindigkeiten und grosse Masse haben sie auch nicht.
Darum führen Eidechsen heute ein eher zurückgezogenes Leben und verstecken sich, wenn jemand in ihrer Nähe erscheint. Das sollte nun ausreichen, um die gesamte Geschichte der letzten 245 Millionen Jahre zu verstehen. Wenn noch Fragen sind, wende man sich vertrauensvoll an tranalyzer.com. Dort sitzt ein Ameisenbär, der kennt sich mit der Weltgeschichte bestens aus, zumindest aus Ameisenbärsicht.
Die Abscheu der Eidechsen gegenüber dem Menschen zwang sie schliesslich in den Untergrund. Darum kann man sie nur erkennen, wenn man sich nahe am Boden befindet und weiss wo sie liegen. Z.B. wie schon erwähnt, hinterm Hangar in Alzate. Also aus der Luft wird man sie jedenfalls nicht entdecken. Ausser bis vor 65 Millionen Jahren, da waren Sie ja grösser. Dann war da aber auch kein Hangar und Landen wäre dann nicht gerade die beste Option gewesen. Darum ist damals auch keiner aussengelandet. Und wenn doch, war man Matsch oder Frühstück. Darum findet man auch keine intakten Segelflugzeuge in den einschlägigen geologischen Schichten.
Heute kann man aber Landen ohne gefressen zu werden, zumindest nicht von Eidechsen. Das tut man zweckmässigerweise auf einem Flugplatz oder irgendeinem angemessenen Feld; Und das alles trotz heutiger hoher Eidechsendichte im Süden. Aber manchmal kann man sich das nicht immer aussuchen, wo man landet oder von wem man gefressen wird.
Also nehmen wir mal an, man landet heutzutage, also letztes Jahr, aussen. Natürlich landet man immer aussen. Drinnen zu landen macht ja keinen Sinn, ausser es handelt sich um eine Kamikaze- drohne. Die Erörterung dieser autonomen Flugkörper und deren Interaktion mit Eidechsen im Urkrainekrieg würde den Rahmen dieses Artikels sicherlich sprengen und ist zudem klassifiziert. Interessierte wenden sich bitte an das eidgenössische Departement für Verteidigung.
Nun zum Thema, was war das nochmal? Eidechsenunterstütztes Kacken? Nein, Aussenlanden. Ah ja, das passiert, wenn man nicht da hinkommt, wo man hin will, meistens zurück zum Flugplatz wo es Futter und Bier gibt. Letzteres ist ein unwiderstehlicher Anreiz es doch noch zurückzuschaffen. Aber manchmal spielt das Wetter nicht mehr mit, eine verdammte Sauerei. Und irgendwann, nach heroischem Kampf, muss man eben die Eidechsen besuchen gehen, was auch unterhaltsam sein kann.
Porlezza ist so ein sagenumwobener Ort, passende Eidechsendichte, aber grosses Oma mit Hund Vorkommen. Das hätte ich mal vorher wissen sollen. Den Eidechsendichteplan hatte ich ja mit. Jeder Pilot in Italien erhält da so eine Karte, oder man kann die lokale Dichte auch bei Milano Info erfragen. Aber wer rechnet schon mit ‘ner Oma, und dann noch mit Hund während man landen will. Unabhängigkeit angenommen wäre das Produkt der Wahrscheinlichkeiten dieser drei Ereignisse sicherlich kleiner, als ein flötenspielender Braunbär in einer Pizzeria.
Also, jetzt reichts aber! Ich muss den Leser an dieser Stelle ernsthaft ermahnen, dass er sich mal konzentriere. Diese andauernd herumschweifenden Gedankengänge bringen mich als Schreiber völlig aus dem Konzept und machen den vorliegenden Text inkohärent und nur länger. Also den Teil, der noch kommt, der davor ist ja schon geschrieben und damit im Moment nicht mehr relevant. So fokussiere er sich endlich. Vielleicht trinke er ein Bier, esse einen Biber, um den Wald zu schützen, und lese dann weiter. 1
Habe er sich jetzt wieder gesammelt? Gut. Also weiter. Man stelle sich nun vor, man komme in ca. 600m Grund in Porlezza an, versucht sich noch 10 Minuten am Hang zu halten und schaut sich währenddessen die Felder an. Sieht er das jetzt vor seinem geistigen Auge? Fühlt er die innere Anspannung ansteigen? Gut, das ist wichtig. So sei er nun hervorragend vorbereitet das Bild 1 unten zwecks Landefeldauswahl zu betrachten und der Echtzeitbeschreibung zu lauschen; Also soweit man mit den Ohren lesen kann.
Nun, welches nimmt man jetzt? Bei 400m fliege ich über die Felder und schau mir alles genau an. Zum Glück hab ich ‘ne neue Brille.
Feld 4, ja das wäre gut. Nur was sind das da für Tiere an der Seite? Kühe! Ne, nix mit vache. Eidechsen sind angesagt.
Ah ja, ein Windsack bei Feld 3 und ein kleines Häuschen. Das muss der Gleitschirmclub sein. Feld 1 wäre eine Option für einen Standardflieger, sieht gut vom Bewuchs aus, hat allerdings am Anfang rechts ein paar Holzpflöcke und irgendwas Orangenes im Anflug, aber nicht hoch. Wäre lang genug und das Offizielle halt. Und hat links einen Windsack, das muss ja für was Aeronautisches sein.
Oh, Nr 2 wäre auch gut, breiter, aber die Struktur des Feldes sieht komisch aus und es scheint mir etwas unduliert zu sein, aber gut landbar. Die Bäume im Anflug sind kein Problem, da pass ich durch, oder drüber mit ‘nem Slip. Nein, keine Unterhose, wir sind hier nicht im Porno! Nr 3 wäre die beste Wahl, langer hindernisfreier Anflug, gut im Wind, und am Anfang gemäht, das isses. Da kriegt man sogar ‘ne ASH runter.
Also Rad raus, abkreisen und nochmal alles anschauen. Bei ca 300m die Katastrophe. WAS IST DAS DA??? Oma mit Hund und beide bewegen sich synchron und langsam auf den Anflug von Feld 3 zu. Langsam aber sicher. Und was jetzt? Die Oma bleibt stehen, der Hund streift ziellos um sie herum. Und wahrscheinlich guckt die jetzt zu mir hoch und denkt:
“Oh ein Flugzeug! Wuffi, lass uns mal hier bleiben und schaun was der so macht.”
Hau ab mit deiner Dreckstöle! Rufen bringt nix, die hört dich eh nicht. Wahrscheinlich Hörgerät vergessen. Wat nu? Anfliegen und darauf hoffen, dass sie abhaut? Vielleicht kriegt sie noch einen Herzinfarkt und ich muss auf dem Hund landen. Auf ‘ner Eidechse ging ja, aber ein Hund und ‘ne Oma ist ‘ne ganz andere Nummer. Da stehste tagsdrauf in der Bildzeitung als islamistischer Terrorist. Hätte vorher meinen Bart absäbeln sollen, kommt auf die Checkliste.
200m, hau endlich ab!!!!!!!!!!!! Alte Leute mit Hund sollte man sofort verbieten, zumindest bei landbaren Feldern.
Die Alte bewegt sich nicht, der Hund schnüffelt unbeeindruckt herum und überlegt sich, ob er pinkeln soll. Also Alternativplan, den muss man immer haben. Entscheidung: Feld 1, 150m, im Queranflug schon Klappen etwas raus, keine Turbulenzen, also stabiler Endanflug mit 95, dann short final mit 90. Die orangene Stange! Da muss ich rüber und die AK setzt sich ca 30m hinter der Pflockreihe ins Gras (s.Bild 2 unten).
Also mit Minimalfahrt ins Feld und sofort bremsen. Bremsen? Zum Glück habe ich die am Tag vorher noch korrigiert. Die AK Gruppe hat die im Winter vorher so ziemlich verhunzt. Ansonsten hätte ich nicht bremsen können. Verdammte Hacke, Bremsen stellt man bei AUFGERÜSTETEN FLIEGER ein, ihr elenden Saftsäcke!
In so einer Situation funktioniert man einfach, da wird nix mehr nachgedacht. Alles läuft automatisch, Muskelgedächnis. Darum ist es so wichtig: Kleine Spannweite, niedrige Anfluggeschwindigkeit und gutes Training auf dem Typ. Mit ‘ner motorhavarierten AS34 wäre das wegen der Spannweite und der höheren Landegeschwindigkeit schwieriger gewesen.
Feld 1, man beachte die Holzpflöcke hinten links. Bei höherem Bewuchs Vorsicht!
Also Haube auf, erstmal Aussteigen, Photo machen, die Oma vermöbeln, den Hund in die Umlaufbahn schmeissen und dann den Eidechsen danken. Die Oma ist aber mittlerweile weitergezogen. Ja klar, es gibt nix mehr zu glotzen. Stattdessen kommt ein Auto mit ‘ner Frau drin: Tamara. Ihres Zeichens Gleitschirmfliegerin. Klasse!
Seil an die Anhängerkupplung, AK drehen, Seil in die Klinke würgen und das Ding rausziehen auf ihr Gelände, genau auf Feld 3. Und dann die Gretchenfrage von einem unbeteiligten deutschen Gleitschirmflieger, musste ja kommen:
“Warum biste nicht auf diesem Feld gelandet?”
Nun, der Oma Faktor. Gelächter…
Erstmal Max anrufen, zwecks Rückholung. Als nächstes, Kaffee und Kuchen fassen. Das scheint es grundsätzlich bei Gleitschirmfliegern zu geben, wenn sie abgesoffen sind. Also darüber lamentieren sie so lange, bis sich alle einig sind: Scheisstag! Dann kommt Max endlich an, schnell abrüsten und ab zum Restaurant, man hat ja kaum was im Magen.
In Bild 3 unten sieht man das Feld 3 vom Boden aus, wirklich schöner Anflug und relativ eben. Der Anflug in Gegenrichtung ist allerdings wegen des Weges Oma-Hund verseucht. Kann ich aber trotzdem empfehlen, das Landefeld, nicht das Oma-Hund Gespann.
Also man merke: Wenn ‘ne Oma bei Feld 3 anschlappt, landet auf Feld 2. Wenn da auch ‘ne Oma auftaucht, auf Feld 1. Auf keinen Fall auf Feld 4 aufsetzen, das kostet 400 Euro, weil der grantige Bauer erstmal alle Kühe wegtreiben muss. Ein deutscher Segelflieger durfte das mal erleben, sagt Tamara. Achtet auf beide Windsäcke.
Es gibt noch ein Feld weiter nördlich, ist auch für ‘ne ASH geeignet. Warum ich da nicht gelandet bin. Nun, die Gleitschirmfliegerbutze, die transzendente Wahrnehmung von Kaffee und Kuchen und zwei Windsäcke waren entscheidende Faktoren. Der Windsack links von Feld 1 ist übrigens für einen privaten Helikopter gedacht. Der Sinn der orange angestrichenen Eisenstange in Feld 1 ist mir bis heute noch schleierhaft, vielleicht eine etwas eigenwillige Pistenbegrenzung.
Zusammenfassend kann man folgendes sagen:
Die Geschichte wird unser Zeitalter als völlig bescheuert klassifizieren. Nicht nur wegen der AS34 Kaufoption, sondern auch wegen Trump, Gaza- und Ukrainekrieg, Glühbirnen/Heizungen/Autos mit IP Stack, Katzenstreu, Kurbelwellenmontierte Ölpumpen, Facecrook, autonome nukleare Vorrichtungen, vierlagiges Klopapier, Ecoboost Motoren, soziale Medien, Frontantrieb, GPT4.5, Religionen, PTFE Dichtringe, usw.
Mit der technischen Integration der Eidechsen in unsere Gesellschaft wäre heute garantiert alles besser. Wir wären schon auf dem Mars, ich wäre nicht aussengelandet und wir hätten fliegende Autos und den Warp Drive. Man hat unsere Generation als Kinder in einschlägigen Science Fiction Serien schamlos belogen. Die Eidechsen, wären sie heute noch im Job, kämen nicht mehr aus dem Kacken raus. Viele Leute fühlen sich heutzutage unter anderem deswegen betrogen und abgehängt, darum wird auch alles brauner oder blauer. Das Resultat ist dasselbe: Scheisse.
Im Einklang mit dem Trumpschen Dekret zur spontanen Kausalitätsumkehr ↩
Porelzza Landefelder: 1: OK für 15m Flieger Man beachte die Stahlstange und die Holzpflöcke, 2: Besseres, aber Baumreihe im Anflug, 3: noch besser, aber Weg mit Oma und Hund im Anflug, 4: am Besten, aber kostet 400 Euro wegen der Kühe. Blaue Anflugpfeile gemäss damals vorherschender Windrichtung, rot die Holzpflöcke/Eisenstange
Feld 3, gehört dem Paraclub, optimal, Blick Richtung Nord-Westen. freier Anflug von beiden Richtungen, quer dazu Feld 2